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THE PRIVATEER – Facing The Tempest

Band: THE PRIVATEER
Album:
"Facing The Tempest"
Genre: Pirate Metal
Spielzeit: 43:36
Release Date: 20.04.2012
Label: SMP / Trollzorn Records
Web: www.theprivateer.de
Bewertung: 8 / 10

1) Awakening
2) Dawn Of A Sailesman
3) Last Journey
4) Descent To Hades
5) Blackbeard
6) Port Corrad
7) Basilisk
8) Stormlashed


the-privateer-facing-the-tempest-cover

Achtung! Neue Piraten sind auf der See und machen die Folk Metal-Szene unsicher. Nehmt euch in Acht, denn das im März erschienene Debütalbum “Facing The Tempest” der Newcomerband THE PRIVATEER ist vielversprechend. Beeindruckend ist bereits die Cover- und Bookletgestaltung der CD. Wenn man die Scheibe dann in den Player einlegt, sich das erste Lied “Awakening” anhört und sich dabei die Aufmachung der Scheibe anschaut, fühlt man sich sofort auf hohe See versetzt. Das Lied ist eine Art Intro, in dem sich Meeresrauschen und der Sound eines Gewitters vermischen. Menschen scheinen im Hintergrund zu murmeln und zu feiern. In diesem Zusammenhang kann man sich die See vorstellen, auf der ein Piratenschiff unterwegs ist (siehe Cover), auf dem gerade gefeiert wird, während es draußen stürmt. Die Einleitung in die CD hätte nicht besser sein können. Das Ende des Liedes geht ohne Pause in den zweiten Song “Dawn Of A Sailsman” über. Einprägsam ist auch der dritte Song “Last Journey”, der sich anhand der markanten Melodie im Kopf festsetzt.

Im Gegensatz zu ALESTORM kommt bei THE PRIVATEER das Akkordeon eher selten zum Einsatz. Stattdessen dominiert die Violine, gespielt von Clara Held. Der Vergleich mit ADORNED BROOD bietet sich daher besser an. Dazu kommt, dass klarer Gesang mit Screams von Sänger Pablo Heist gemischt werden. An einigen Stellen hört man auch weiblichen Gesang. Die Texte handeln ‒ wie soll es auch anders sein ‒ von Piraten, Schätzen, Mythen und allem, was dazu gehört.

Der wechselnde Gesang, die Violinen- und schnellen Gitarrenparts sowie die Mischung aus ruhigen Tönen und knallharten Klängen geben der Band die gewisse Individualität, einzuordnen irgendwo zwischen Heavy Metal, Folk Metal und Power Metal. Somit ist während des Hörens des gesamten Albums eine schöne Abwechslung gegeben. Jedoch wäre noch ein bisschen mehr Ohrwurmcharakter in den einzelnen Songs wünschenswert. Es ist also durchaus noch steigerungswürdig.

Die Scheibe ist mit einer knappen Dreiviertelstunde und acht Liedern auch leider sehr kurz geraten. Bemerkenswert jedoch ist die Tatsache, dass “Facing The Tempest” bereits Ende 2011 ohne Label veröffentlicht wurde. SMP/Trollzorn Records war offenbar ebenso begeistert davon, sodass sie die sechs Musiker aus Süddeutschland aufgenommen haben und das Album noch mal erschienen ist. Also alle Piraten da draußen … Es lohnt sich auf jeden Fall hier reinzuhören.


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