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SONATA ARCTICA – Stones Grow Her Name

Band: SONATA ARCTICA
Album:
"Stones Grow Her Name"
Genre: Progressive Power Metal
Spielzeit: 56:48
Release Date: 18.05.2012
Label: Nuclear Blast
Web: www.sonataarctica.info
Bewertung: 8 / 10

1) Only The Broken Hearts (Make You Beautiful)
2) Shitload Of Money
3) Losing My Insanity
4) Somewhere Close To You
5) I Have A Right
6) Alone In Heaven
7) The Day
8) Cinderblox
9) Don't Be Mean
10) Wildfire, Part II: One With The Mountain
11) Wildfire, Part III: Wildfire, Town, Population: 0
12) Tonight I Dance Alone (Bonus Track on Limited Edition)


Sonata-Arctica-Stones-Grow-Her-Name

Nach einer dreijährigen Pause sind die fünf Finnen mit einer neuen Scheibe wieder zurück. Begonnen haben sie 1996 mit Powermetal und gehen seit dem 2007 erschienenen Album “Unia” in die progressive Richtung. SONATA ARCTICA feierten schon einige Erfolge und der Bekanntheitsgrad ist in der Szene auch sehr gewachsen. Da sie sich wieder einmal bei “Stones Grow Her Name” ausprobieren wollen – so kündigten sie jedenfalls selbst ihre neue Platte im voraus an –, lässt befürchten, dass sie ihrem Stil nicht treu bleiben und ein schwaches Album auf die Beine stellen. Das eigenartige Cover der Scheibe unterstreicht dies nochmals. Jedoch wird man beim Hören eines Besseren belehrt.

Schon beim ersten Song stehen die Gitarren deutlich im Vordergrund und animieren zum Kopfschütteln, auch wenn dieser etwas langsam ist und damit noch nicht direkt zum Powermetal zuzuordnen ist.

Der zweite Song ist leider etwas enttäuschend: Die drei Wörter “Shitload Of Money” werden so oft wiederholt, dass das Lied recht bald auf die Nerven geht. Hier hätte man beim Text etwas besser feilen können. Im sechsten Lied “Alone In Heaven” besteht das gleiche Problem. Jedoch wirkt das in diesem Song nicht so nervig. Die Melodie des Refrains ist harmonischer und passender.

“Losing My Insanity” dagegen ist sehr stimmig und man kann relativ schnell mitsingen. Das Gitarrensolo in diesem Lied ist ziemlich stark und erinnert sofort an die alten Powermetal-Zeiten.

Die Singleauskopplung “I Have A Right” wird schon nach wenigen Durchläufen ein echter Ohrwurm. Es dominieren erstmalig und ungewohnt elektronische Synthesizertöne. Dies ist aber nicht negativ zu betrachten, denn es wurde darauf geachtet, dass diese zusammen mit den elektrischen Gitarren gut abgemischt sind. Leider ist das Ende des Songs ein wenig missglückt und hätte schöner abgerundet werden können.

Das folgende “Cinderblox” ist eine absolute Überraschung. Durch den Einsatz eines Banjos im Lied wird der Hörer sofort in den Wilden Westen versetzt. Kombiniert mit elektrischen Gitarren ergibt das etwas völlig Neues für die Ohren.

Wie Pia bereits in unserem ersten Review der Scheibe richtig erkannt hat, ist die Platte stilistisch zwischen den Alben “Reckoning Night” und “Unia” einzuordnen, zumal auch der Song “Wildfire” auf “Reckoning Night” nun mit einem zweiten und einem dritten Teil fortgeführt wird. Einige Fans der Band vermissen jedoch noch immer das alte Material der fünf Finnen. An den Gitarrenläufen von “Stones Grow Her Name” merkt man allerdings, dass SONATA ARCTICA diese Richtung wieder ein wenig anpeilen. Außerdem ist auf dem Album eine ziemlich große Abwechslung gegeben. In fast jedem Lied experimentiert die Band mit neuen Einflüssen. Dafür gibt es zwei fette Pluspunkte. Trotzdem hätte das Album durchaus an einigen Stellen noch einen Feinschliff vertragen können.


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