NIGHTWISH – Imaginaerum
17. Jan. 2012 | von birger
Band: NIGHTWISH
Album: "Imaginaerum"
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 74:50
Release Date: 02.12.2011
Label: Nuclear Blast
Web: www.nightwish.com
Bewertung: 10 / 10
1.Taikatalvi 2:35
2.Storytime 5:22
3. Ghost River 5:24
4. Slow, Love, Slow 5:50
5. I Want My Tears Back 5:07
6. Scaretale 7:32
7. Arabesque 2:52
8. Turn Loose The Mermaids 4:19
9. Rest Calm 6:59
10. The Crow, The Owl And The Dove 4:10
11. Last Ride Of The Day 4:31
12. Song Of Myself 13:29
13. Imaginaerum 6:18
Das zweite NIGHTWISH-Album der Post-Tarja-Ära wurde lange und gespannt von den Fans erwartet, anders kann man den Hype im Vorfeld nicht erklären. Nun da sich Tarja nach der Trennung nicht wirklich geändert hat, wird sich auf der Gesangsposition auch so schnell nichts mehr ändern. Ein Fehler ist es sicherlich, die Band ständig nur auf den Gesang zu reduzieren und ein Grund mehr NIGHTWISH nach der reinen Leistung der Gegenwart zu bewerten, also auf in das Epos “Imaginaerum“.
Die Einleitung erfolgt mit dem finnischen „Taikatalvi“, eine Mischung aus Ballade und Intro wo Bassist Marco in das Mikro säuselt und die orchestralen Töne langsam hochfahren. Damit wird die Steilvorgabe für „Storytime“ geliefert, dieser Song stürmt mit Tempo und Bombast nach vorne und scheint perfekt auf Anette Olzon abgestimmt zu sein, es passt einfach. Mit „Ghost River“ folgt ein heftiger und verstörender Duett Song zwischen den Beiden, gemixt mit sanften Gesangsparts, Kinderchor, Riffs, epischer Bombast, Endzeit.
Break und Jazz Time mit „Slow, Love, Slow“, Anette schmachtet wie man sie noch nie gehört hat und der Song entpuppt sich als sehr ungewöhnlich, sie könnte sich dabei perfekt im Jazzclub über den Flügel räkeln. Ähnlich vielschichtig gemischt bleibt es bei den folgenden Songs ebenso, „I Want My Tears Back“ rumst mit irischem Flair durch die Boxen, während „Scaretale“ jedem Fantasyfilm entsprungen sein kann. „Turn Loose The Mairmaids“ lässt Anette manchmal gar nicht wiedererkennen und artet zur epischen Ballade aus.
Der siebenminütige Brecher „Rest Calm“ baut diese Stimmung, im Duett, mit mehr Riffpower und Bombast, weiter aus. Kann man es noch weiter treiben? Bestimmt: „Last Ride Of The Day“ legt noch mal eine Schippe Härte und Geschwindigkeit oben drauf, in der Verbindung vom Duett-Gesang, Bombast, Melodie und Gitarrensolis klappt hier schnell der Mund runter. Das 14 Minuten Stück „Song Of Myself“ lässt mit einer Mischung aus Musik und Erzählungen keine Fragen mehr offen und schließt die Story von Imaginaerum ab. Der Titeltrack selber entpuppt sich als reine Akustik Orchesterversion in dem alle Songs noch einmal eingebaut werden, klingt verrückt aber ist so.
NIGHTWISH liefern mit “Imaginaerum” ein derart vielschichtiges und geniales Meisterwerk ab, wo alles von vorne bis hinten stimmt. Zwar ist die Balladendichte relativ hoch, diese passen aber perfekt in das Konzept und können ebenso überzeugen. Man darf gespannt sein was die Band in den nächsten finnischen Wintern so noch alles aus der Schublade holt.













Hammer geile Scheibe. 2 Lieder gefallen mir nicht so. Der Rest ist einfach absolut genial, Kaufempfehlung!
Dem ersten Absatz kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Das Album an sich finde ich auch ganz gut, ist aber weniger mein Geschmack.
Wäre schön wenn das Review ein bisschen weniger blumig wäre und bitte mal das Genre korrigieren.
Nightwish sind zwar vieles aber bestimmt kein Gothic.
Den Schlussworten stimme ich hingegen wieder zu ;D