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NACHTBLUT – Dogma

Band: NACHTBLUT
Album:
"Dogma"
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 50:38
Release Date: 25.05.2012
Label: Napalm Records
Web: www.nachtblut.com
Bewertung: 7 / 10

1) Dogma
2) Der Weg Ist Das Ziel
3) Ich Trinke Blut
4) Eiskönigin
5) Rache
6) Mein Herz In Ihren Händen
7) Mordlust
8) Macht
9) Bußsakrament
10) Vulva
11) Die Schritte


Nachtblut-Dogma-Cover

Bereits zwei Alben aus Eigenproduktionen stellten NACHTBLUT seit ihrer Gründung 2005 auf die Beine. Erst im vergangenen Jahr unterzeichnete die Band einen Vertrag bei Napalm Records und ihr zweites Album wurde neu veröffentlicht. Nun erschien im Mai dieses Jahres die dritte Scheibe “Dogma”.

Das gleichnamige Lied ist das erste auf der Platte und hat einen charakteristischen Refrain, sodass sich der Titel sehr schnell im Kopf festsetzt. Auch wenn die Reime der Texte recht einfach erscheinen, aber recht brutal sind, stecken sie voller gesellschaftlicher Kritik. Ein gutes Beispiel dafür ist “Mein Herz In Ihren Händen”. Dieses Lied endet mit einem schönen und zugleich unheimlichen Instrumentalpart, welcher passend in den darauffolgenden Song übergeht. “Die Schritte” ist ein langsam gespieltes Klavierstück ohne Schlagzeug und Gitarren, bei dem der Text vorwiegend geflüstert wird. Ein passender Ausklang aus dem Album. Die restlichen Titel unterscheiden sich musikalisch kaum voneinander. Das gesamte Werk hat durch die dominierenden Synthesizerklänge und den Gesang eine düstere Atmosphäre, wie es beim Dark Metal üblich ist. Fans des Genres kommen hier also mit elf Titeln und insgesamt ca. 50 Minuten Länge voll auf ihre Kosten.

Bei diesem dritten Album ist die Band ihrem Stil treu geblieben. Einflüsse von RAMMSTEIN sind immer wieder herauszuhören und der Gesang erinnert stellenweise stark an Sänger Dani Filth der Band CRADLE OF FILTH. Beides zusammen mit deutschem Liedtext ergibt eine Kombination, die mit der Band EISREGEN vergleichbar ist. NACHTBLUT verwenden zwar im Vergleich zu EISREGEN fast ausschließlich gutturalen Gesang, jedoch müssen sie noch mehr an ihrem eigenen Stil arbeiten, um sich letztendlich von der fast 20 Jahre alten Thüringer Band abzugrenzen. Zudem könnte das Album mehr Abwechslung und einprägsamere Refrains vertragen. Für Dark-Metal-Liebhaber ist die CD der fünf Osnabrücker jedoch durchaus eine Empfehlung.


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