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MOLLLUST – Schuld

Band: MOLLLUST
Album:
"Schuld"
Genre: Classic / Symphonic Metal
Spielzeit: 48:12
Release Date: 22.09.2012
Label: Eigenproduktion
Web: www.molllust.com
Bewertung: 8 / 10

01. Ouvertüre
02. Sternennacht
03. Alptraum
04. Aufwind
05. Spiegelsee
06. Lied Zur Nacht
07. Puppentanz
08. Tanz Des Feuers
09. Erinnerungen
10. Schatten
11. Kartenhaus


molllust-schuld-cover

Neben der Entstehung der Bach-Hommage „Bach Con Fuoco“ (zum Review), mit der MOLLLUST den ersten Preis der „Bach-Spiele“ in Leipzig abräumten, nahm die Band zeitgleich auch ihr erstes Album „Schuld“ auf, welches noch vor der Bach-EP veröffentlicht wurde.

Bei den elf Songs des Albums handelt es sich diesmal nicht um eine Neuinterpretation klassischer Werke, sondern um Eigenkompositionen. Diese sind jedoch nicht weniger gut gelungen. Im Gegenteil: Der Gesang von Sänger und Gitarrist Frank Schumacher, welcher neben der Sopranistin Janika Groß hin und wieder zum Einsatz kommt, wurde auf dem Debütalbum besser arrangiert und wirkt nicht so störend. Dennoch ist er eigentlich unnötig, denn Janika füllt die Songs mit ihrer einzigartigen Stimme zur Genüge aus.

Neben E-Gitarre, Schlagzeug und Bass enthält das Line-Up der Band des Weiteren eine E-Violine, ein Cello und ein Klavier. Zusammen mit dem Soprangesang beweist somit das Sextett aus Leipzig authentisch, dass ihre Musik als Opera Metal bezeichnet werden kann, wie sie selbst es auch tun. Ein gutes Beispiel dafür ist das Lied ’Alptraum’. Zunächst beginnt es wie ein typisches klassisches Werk, bevor es sich mit krachender Gitarre und Schlagzeug zu einem Metalsong entwickelt. Und trotzdem werden die klassischen Instrumente mit den Metalelementen gleichgesetzt. Nichts kommt zu kurz oder wird in den Hintergrund gerückt. Die Songs sind damit zwar durch die Bank weg sehr komplex, setzen sich jedoch schnell im Kopf fest.

Zugegeben: Die Musik ist schon sehr speziell, was aber auch teilweise am Genre Opera Metal liegt. Nicht jeder Metalhead hat dafür etwas übrig. Dazu kommt der Soprangesang, der ebenfalls im Ohr eines Metallers zunächst ungewöhnlich klingt. Aber die Leipziger machen genau das, was sie selbst wollen und lieben und das ist sofort herauszuhören. Die Lieder sind gefühlvoll, durchdacht und vor allem werden die klassischen Instrumente wie Cello, Violine und Klavier auch live selbst gespielt und kommen nicht aus dem Computer. Wer also nichts gegen Opera Metal und hohen Gesang hat, der sollte sich MOLLLUST auf jeden Fall merken!


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