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LORDI – To Beast Or Not To Beast

Band: LORDI
Album:
"To Beast Or Not To Beast"
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 43:19
Release Date: 01.03.2013
Label: AFM Records
Web: www.lordi.fi
Bewertung: 8,5 / 10

01. We're Not Bad For The Kids (We're Worse)
02. I Luv Ugly
03. The Riff
04. Something Wicked This Way Comes
05. I'm The Best
06. Horrifiction
07. Happy New Fear
08. Schizo Doll
09. Candy For The Cannibal
10. Sincerely With Love
11. SCG6: Otus' Butcher Clinic


lordi-to-beast-or-not-to-beast-cover-artwork

LORDI. Waren das nicht die Gummizombies vom Eurovision Songcontest? Genau um diese handelt es sich. Aber man sollte die Band nicht auf ihren Auftritt bei dieser Veranstaltung reduzieren. Die Band hat noch vielfältige andere Talente, wie z.B. einen Eiskanal in einem Wok herunterzurutschen. Über Sinn oder Unsinn dieser PR-Aktionen ist aber an anderer Stelle zu diskutieren.

Die Finnen können jedenfalls auch ganz gut Musik machen und zeigen dieses in ihrem neuen und sechsten Studioalbum ”To Beast Or Not To Beast”. Hier und da mit ein paar Elektroelementen angereichert wirkt das Album etwas experimenteller und frischer als die Vorgänger und lässt sich sehr gut anhören.

LORDI selbst bezeichnen dieses Album als ihr bisher härtestes. Leider kann ich keinen großen Härteunterschied zwischen den einzelnen Alben feststellen. ”To Beast Or Not To Beast” ist das erste Album mit den beiden neuen Mitgliedern Mana und Hella. Im Weiteren ist es das erste Album nach dem Tod des Schlagzeugers Otus, der aber auf keinem Album der Band zu hören ist. Diesem ist auch der letzte Song  ‘SCG6: Otus’ Butcher Clinic’, wie unschwer am Titel zu erkennen ist, gewidmet.

Das Album beginnt mit dem relativen harten und kompromisslosen Titel ‘We’re Not Bad For The Kids (We’re Worse)’.

Dem Refrain dieses Liedes ist anzumerken, dass er nur zum mitgröhlen gemacht ist und daher nicht so viel hergibt. Hier wäre mehr Potential vorhanden gewesen. Doch schon mit den nächsten Liedern zeigen LORDI, was LORDI ausmacht, nämlich Metal für den Old-school Monstermetaller. Die Songs gehen gleich ins Blut über und bringen den geneigten Hörer dazu, leicht mit dem Kopf mitzuwippen.

Besonders der Titel ‘Sincerely With Love’ sticht in diesem Album hervor. Sollten Minderjährige beim Hören dieses Tracks anwesend sein, wäre es aufgrund der vielen Fäkalausdrücke empfehlenswert, diese des Raumes zu verweisen. Jemand, der vier mal „Fuck you asshole“ auf sechs Zeilen verwendet, kann hier nicht so ideenreich gewesen sein.

Das Album gefällt mir sehr gut und überzeugt durch seine Vielfältigkeit und ist einfach ein typisches LORDI-Album.

Daher bleibt mir zum Schluss eigentlich nur noch zu sagen: ‘Hard Rock Halleluja’!


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