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In Flames – Siren Charms

Band: IN FLAMES
Album:
"Siren Charms"
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 48:45
Release Date: 05.09.2014
Label: Sony Music
Web: inflames.com
Bewertung: 8 / 10

01. In Plain View
02. Everything's Gone
03. Paralyzed
04. Through Oblivion
05. With Eyes Wide Open
06. Siren Charms
07. When The World Explodes
08. Rusted Nail
09. Dead Eyes
10. Monsters In The Ballroom
11. Filtered Truth


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Mit ”Siren Charms” veröffentlichen IN FLAMES ein Album, das polarisiert. Bereits auf dem Vorgänger ”Sounds Of A Playground Fading” kamen sie deutlich sachter daher, legen aber auf der aktuellen Langrille irgendwie noch eine Schippe drauf. Eins also gleich vorweg: Wer bei ”Siren Charms” einen Melo Death Knaller vom Kaliber ”Whoracle” oder ”Colony” erwartet, kann an dieser Stelle eigentlich aufhören zu lesen sollte es jedoch nicht tun. Aber nehmen wir das Ding doch mal etwas auseinander…

Die einstigen Mitbegründer des ‘Göteborg Sound’ müssen sich dieser Tage harter Kritik stellen, denn ihr just veröffentlichtes Album ”Siren Charms” gehört wahrhaftig nicht mehr dieser Spielart des Melodic Death Metal an. Was die experimentierfreudigen Schweden hier auf CD gepresst haben, lässt sich eher in die Schublade Modern -oder Alternative Metal stecken, sofern man das denn tun muss.

Sicherlich sind auf dem neuen Album Stücke enthalten, die gut auf die Zwölf gehen, aber meist doch eben Songs, die eher weniger hart daherkommen und ja, der Metaller an sich mag es gar nicht gern hören, radiotauglich sind. Nun mag manch einer IN FLAMES dafür verteufeln, aber mal ehrlich, wo kämen wir denn hin, wenn sich Bands nicht weiterentwickeln? ”Siren Charms” ist die logische Weiterentwicklung von ”Sounds Of A Playground Fading”. Nach wie vor hört man, dass es sich um IN FLAMES handelt, die Produktion ist wie gewohnt charakteristisch und fett und auch das Songwriting haben die Herren Gelotte und Friden wieder gut hinbekommen. Die Songs überzeugen letztlich alle mit gut durchdachten Melodien, Hooks, coolen Soli und starken Refrains, die zum Teil intensiv inbrünstig von einem fabelhaft schreienden Anders Friden dargeboten werden. Beispielsweise der Opener ‘In Plain View’ enthält einen solchen und bereitet den Hörer recht gut auf das folgenden knapp 50 Minuten vor. Der Anders kann aber auch anders und so ist auch ein großer Teil der Lyrics clean gesungen. Die Stücke sind von ihrem Härtegrad in der Tracklist einigermaßen gut gemischt, so wird ein Dahinplätschern des Albums verhindert. Wie es bei guten Platten so ist, sollte man sich ”Siren Charms” einige Male durch den Gehörgang zwirbeln, denn sie wird mit jedem Mal besser und zugänglicher.

Unbedingt selbst antesten!


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