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EQUILIBRIUM – Armageddon

Band: EQUILIBRIUM
Album:
"Armageddon"
Genre: Epic Metal
Spielzeit: 50:13
Release Date: 12.08.2016
Label: Nuclear Blast
Web: www.facebook.com/equilibrium/
Bewertung: 7,5 / 10

01. Sehnsucht
02. Erwachen
03. Katharsis
04. Heimat
05. Born To Be Epic
06. Zum Horizont
07. Rise Again
08. Prey
09. Helden
10. Koyaaniskatsi
11. Eternal Destination


equi armageddon

Ganz im Geiste des Tracks ‚Apokalypse‘ vom vorherigen Album „Erdentempel“ fahren EQUILIBRIUM mit der neuen Scheibe „Armageddon“ in ihrer Diskographie fort. Das bedeutet neben der Ausrichtung der Texte auch, dass es musikalisch düsterer wird als zuvor. „Düster“ ist aber natürlich auch relativ, denn wer den Sound von EQUILIBRIUM kennt, der weiß, dass es keine komplette Kehrtwende vom heiter-beschwingten bisherigen Klangwerk geben wird. Und auch thematisch ist nach den ersten drei Songs erstmal Schluss mit der Untergangsstimmung, denn mit ‚Heimat‘ kommt ein recht simpel gestrickter Feiersong, wie er auch auf dem vorherigen Album gut reingepasst hätte. Anschließend kommt mit ‚Born To Be Epic‘ die experimentierfreudige Seite der Band durch, welcher sogar Anleihen von Dubstep enthält. Der Text kommt hier allerdings ziemlich stumpf und belanglos rüber, den hätte man sich auch schenken können. ‚Rise Again‘ klingt abgesehen von den englischen Texten noch am meisten nach den früheren Werken der Band, während ‚Prey‘ musikalische Spuren von Amon Amarth aufweist. Nach weiteren Experimenten mit Arcademusik bei ‚Helden‘ wird mit ‚Koyaaniskatsi‘ und ‚Eternal Destination‘ wieder der Bogen zum apokalyptischen Thema geschlossen, welches man bis hierhin eigentlich schon längst wieder vergessen hatte. Hier hat auch wie bei ‚Apokalypse‘ vom „Erdentempel“ Robses Tochter wieder einen Gastauftritt. Durch mehr wird das thematische Konzept aber auch nicht zusammengehalten, denn EQUILIBRIUM haben sich schon immer durch eine gewisse Vielseitigkeit ausgezeichnet und alles andere wäre auch hier eine Enttäuschung gewesen.

Was bleibt also abschließend zu sagen? Eine musikalische Neuerfindung gibt es hier nicht, aber das Gesamtbild wirkt wieder durchdachter und nicht so oberflächlich wie auf dem „Erdentempel“. Dass es keine Rückkehr zu „Turis Fratyr“ oder „Sagas“ geben wird, liegt auf der Hand. Diese Zeiten sind vorbei. Stellenweise bleibt bei den Texten noch etwas mehr Tiefgang zu wünschen übrig, gerade wenn eine gesellschaftskritische Botschaft vermittelt werden soll. Ansonsten liefern EQUILIBRIUM hier aber ein solides Gesamtwerk ab, welches sich fließend in die musikalische Entwicklung der Band einfügt.


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