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Corey Taylor will nie wieder mit Rick Rubin arbeiten

23. Nov. 2011

Rick-RubinCorey Taylor, Sänger von SLIPKNOT und STONE SOUR, hat sich bei einer Q&A-Session während seiner Solo-Tour in einem langen Statement zur Zusammenarbeit mit Rick Rubin geäußert. Der berühmte Produzent arbeitete bereits mit RED HOT CHILI PEPPERS, SLAYER, AUDIOSLAVE, SYSTEM OF A DOWN und METALLICA zusammen und wurde auch für das 2004er SLIPKNOT-Album “Vol. 3 (The Subliminal Verses)” angeheuert. Über die Zusammenarbeit sagt Taylor:

“Nun, es gibt viele Menschen, die es gerne sähen, wenn ich mich in die Reihe derer einordne, die sagen: ‘Mit Rick Rubin zu arbeiten, war eine bereichernde Erfahrung. Er ist großartig…’ Lasst mich euch die Wahrheit erzählen: Rick Rubin kommt pro Woche für 45 Minuten vorbei. Yeah. Rick Rubin liegt dann während dieser 45 Minuten auf dem Sofa mit einem Mikro, damit er sich nicht bewegen muss. Ich schwöre bei Gott. And dann sagt er: ‘Spiel es für mich.’ Der Techniker spielt es ab.

Und dann trägt er die ganze Zeit eine Sonnenbrille. Vergesst nicht, dass in dem Raum keine Sonne ist – alles ist dunkel. Du siehst dann einfach wie ein Arschloch aus. Dann streicht er über seinen langen Bart und versucht, so viel zu essen zu bekommen wie möglich. Und er macht weiter mit: ‘Spiel es noch einmal.’ Und dann ruft er etwas wie: ‘Stopp! Mach das nochmal!’

Und er hat einen Assistenten, der sieben Fuß groß ist. Er hat diese Krankheit, bei der einem keine Haare wachsen, er ist also kahl. Er sieht aus wie Mr. Cleans neurotischer Cousin. Aber er kümmert sich um Rick Rubins Leben – er arbeitet und arbeitet und arbeitet.

Etwa während der Hälfte der 45 Minuten bringt er den Teller Scheiße herein. Ich glaube, es ist Essen. Es ist bläulich grün. Es riecht, als hätte jemand eine Toilette ausgeschüttet. Und isst es, so schnell er kann – bloß rein damit. Das sieht so wundervoll aus, wenn man arbeitet…

Was ich sagen möchte: Ich respektiere, was Rick Rubin getan hat, ich respektiere die Arbeit, die er in der Vergangenheit gemacht hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Aber – und dies ist ein großes Aber – ich möchte sagen: Der Rick Rubin von heute ist ein dünner, dünner, dünner Schatten des Rick Rubins, der er einmal war. Er wird überschätzt, er ist überbezahlt und ich werde in meinem Leben nie wieder mit ihm arbeiten.”

In einem Interview mit dem Revolver Magazin aus dem Jahr 2008 hat SLIPKNOT-Percussionist Shawn Crahan gesagt, dass die Band während der Arbeit mit Rick Rubin zu “Vol. 3″ die Freundschaften wieder aufgebaut hat, wodurch es einfach war, die Innovation der Musik wieder aufzubauen.

Gitarrist Jim Root sagt über die Arbeit mit Rubin, dass es schwierig war, ihn zu Gesicht zu bekommen, er sich aber wie ein großer Bruder das Material angehört hat und hinterher gesagt hat, woran die Band noch arbeiten müsse. Auch wenn er nicht physisch anwesend gewesen sei, wäre er dort gewesen.

Taylor sagte schon damals, dass er kaum mit Rick Rubin gearbeitet und ihn nur viermal gesehen habe. Er sei ein netter Mann und habe viel Gutes für viele Menschen, aber nicht für ihn getan. Er sei nicht glücklich mit dem Gesang auf “Vol. 3″ und wäre bei der Auswahl auch nicht gefragt worden:

“Wir haben sehr, sehr viel Geld dafür bezahlt. Und ich bin der Meinung, wenn man etwas produziert, sollte man anwesend sein. Ganz egal, wer man ist.”

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